Wo kauft man am besten Gebrauchtwagen?

Dezember 3rd, 2010 · No Comments

Gleich vorneweg: Einen Gebrauchtwagen kann man überall und nirgends gut kaufen. Überall wird es Vorteile und Nachteile, teure Autos und Schnäppchen, natürlich aber auch Glücksfälle und besonderes Pech geben. Gebraucht ist gebraucht und das zählt kaum woanders so viel, wie beim Auto. Man kann Glück haben und mit einem älteren Fahrzeug noch viele Tausend Kilometer fahren, aber auch ein Pechvogel sein, der mit dem Auto noch nicht das erste Mal zu Hause ist und schon eine kaputte Zylinderkopfdichtung beklagen muss. Wichtig ist, niemals ohne Besichtigung ein Gebrauchtfahrzeug zu kaufen. Auch von der Probefahrt darf man sich nicht abbringen lassen – egal aus welchen Gründen gerade der Schlüssel nicht da ist oder welche Ausreden auch sonst vorgebracht werden. Hier sei ein Überblick über die häufigsten Gelegenheiten zum Gebrauchtwagenkauf gegeben:

Gebrauchtwagenkauf im Autohaus:

Hier bekommt man auf die Gebrauchtwagen eine Gebrauchtwagengarantie, die zwar den Kaufpreis erhöht, was aber angesichts der Garantie durchaus lohnenswert sein kann. Zumindest bedeutet diese Garantie, dass man auf der sicheren Seite ist und das Fahrzeug weitestgehend überholt ist. Eine Probefahrt und eine genaue Besichtigung vor der endgültigen Verhandlung über den Kaufpreis und den Abschluss vom Kaufvertrag darf man trotzdem nicht leichtfertig ablehnen.

Versteigerung im Internet:

Viele private Besitzer versteigern ihre Fahrzeuge im Internet, zum Beispiel bei eBay, wohl die beliebteste Seite für diese Zwecke. Ein lohnender Preis lockt nur allzu gerne, doch heißt es hier, aufzupassen. Ein privater Gebrauchtwagenverkauf bietet keinerlei Garantie. Man kauft, wie man gesehen hat, ohne Anspruch auf Nachbesserungen, Änderungen oder Geldrückgabe. Lässt man sich hier täuschen, ist das nicht wieder in Ordnung zu bringen. Eine Fahrt zum TÜV sollte der Fahrzeugbesitzer nicht verneinen: Das ist ein gutes Zeichen, dass alles seine Richtigkeit hat. Zu weite Entfernungen zur Besichtigung sind nur bei extremen Schnäppchen lohnenswert. Ansonsten sollte man sich telefonisch erkundigen, ob das Fahrzeug noch zu verkaufen ist und vielleicht vorab ein paar detaillierte Fotos per Email verlangen.

Gebrauchtwagen von privat an privat

Dies ist nicht viel anders, als bei einer Versteigerung. Man meldet sich auf ein Inserat hin, das in der Zeitung oder auf einem Portal im Internet geschaltet ist. Dann sucht man den Besitzer auf, um das Fahrzeug zu besichtigen. Im Falle einer Übereinkunft wird auch hier ein Vertrag geschlossen. Bezahlen sollte man hier erst, wenn Fahrzeug, Papiere und Schlüssel übergeben sind. Probefahrt und eventuell die Besichtigung durch einen KFZ Profi sind empfehlenswert. Auch hier verzichtet man komplett auf Gewährleistung und Garantie.

Gebrauchtwagenhändler:

In vielen größeren Städten gibt es Gebrauchtwagenhändler, die vom Aufkaufen und Weiterverkaufen von Fahrzeugen leben. Die Branche hat nicht den besten Ruf, auch wenn man keinesfalls alle über einen Kamm scheren darf. Man kann hier wunderbare Fahrzeuge finden, aber auch sprichwörtlich ins Messer laufen. Genaues Hinsehen spart späteren Ärger.

Wo man seinen Gebrauchtwagen kauft, bleibt einem jedem Fahrer selbst überlassen. Das Autohaus ist sicher, aber teuer; andere Möglichkeiten bergen gewisse Risiken. TÜV und DEKRA sind gerne bereit, gegen Entgelt ein Fahrzeug auf seinen aktuellen Zustand zu überprüfen. Vorabinformation, wie zum Beispiel der Fahrzeugwert aus der Schwacke Liste, sind gute Grundlagen für das Verhandeln.