In NRW ist ein neues Gesetz im Gespräch. So sollen die begabtesten Studenten mit einem Stipendium für ihre herausragenden Leistungen belohnt werden. Dabei wollen die Landesväter von NRW dieses Bonussystem, das völlig unabhängig von den Einkommen der Studenten oder deren Eltern gewährt werden soll, längst nicht nur in NRW selbst durchsetzen. Langfristiges Ziel solle es gar sein, die Begabtenförderung neben dem bereits bekannten BaFöG zu gewähren.
Die Idee sieht vor, dass sich die Stipendien, vorerst eben ausschließlich in NRW, jeweils hälftig aus privaten und staatlichen Mitteln zusammen setzen. Die Unis sollen dazu animiert werden, mehr private Gelder einzuwerben. Für jeden Euro, den sie einwerben konnten, solle Vater Staat einen weiteren Euro hinzulegen. Dabei können die Kosten wie bisher auch im Verhältnis 65 zu 35 zwischen Bund und Ländern geteilt werden. Langfristig sollen dann bis zu zehn Prozent der Studenten in NRW, eines Tages auch in der gesamten Bundesrepublik derartige Stipendien erhalten können. Zum Vergleich: Aktuell erhalten gerade einmal zwei Prozent der Studenten ein Stipendium. Zudem sollen solche Förderungen für Begabte vor allen Dingen dazu dienen, die Studenten zu besseren Leistungen anzutreiben.
Das Ganze will NRW dann am 16. Juli 2008 bei der Sitzung der gemeinsamen Wissenschaftskonferenz vorstellen und hofft hier natürlich auch auf positive Reaktionen auf die an und für sich durchaus sinnvolle Idee. Denn gerade junge Menschen müssen auch gefördert werden und sollten einen Anreiz für gute Leistungen erhalten. Auf Dauer kann man so vielleicht sogar das Problem der Lanzeitstudierenden lösen.
